Sheila Fitzgerald / Shutterstock

Geographische Muster von Erzeugung und Verbrauch

Leitung: Prof. Jan Christoph

Diese Arbeitsgruppe analysiert geographische Erzeugungs- und Verbrauchsmuster sowie den Abbau und Handel von Rohmaterialien in der Weltwirtschaft. Der Forschungsansatz ermöglicht ein daten- und theoriebasiertes Verständnis von Agglomerationsdynamiken im globalen industriellen Metabolismus. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um adäquate Politikinstrumente in einer globalisierten Welt zu entwickeln.

 

Teammitglieder

Christoph von Stechow

Daffne Pilger

Max Callaghan

Dr. William Lamb

 

Die wissenschaftliche Literatur zu Umweltthemen, wie beispielsweise zum Klimawandel, wächst rasant. Doch dieses Wachstum geht nicht mit ausreichenden Syntheseanstrengungen einher. Unter dem Eindruck vielfältiger Erfahrungen durch die Mitarbeit beim IPCC strebt die Gruppe an, mit Hilfe der Entwicklung und Anwendung von metaanalytischen Methoden und Techniken einzelne Informationen in eine kohärente „Landkarte“ entscheidungsrelevanten Wissens zu transferieren. Die Erhebung neuer und Zusammenführung existierender Daten aus unterschiedlichen Quellen sind die Grundlage für einen Forschungsansatz, der auf der Analyse von „big data“ und einer Visualisierung beruht.

 

Dieser Forschungsansatz wird in drei Arbeitsbereichen angewendet:

1. Trends und Treiber von Emissionen und Ressourcen

In diesem Arbeitsbereich werden verschiedenste Datenquellen benutzt, um die Rolle individueller Treiber, wie beispielsweise technologischer Wandel, Infrastrukturentwicklung oder Lebensstil- und Verbrauchsmuster, von sich verändernden Trends in Emissions- und Ressourcenflüssen zu bewerten – unter Berücksichtigung relevanter Unsicherheiten. Zum Beispiel: Wie haben Umwelt- und Energiepolitik diese Dynamiken beeinflusst? Was können wir aus der Beziehung zwischen den institutionellen Gegebenheiten und wirksamen Politikmaßnahmen lernen? Wie beeinflussen globale Versorgungsketten die Emissionen und die Ressourcennutzung?

2. Metaanalyse von Energie- und Landnutzungsszenarien

In diesem Arbeitsbereich werden metaanalytische Methoden angewandt, um Risiken und Nutzen von verschiedenen Klimaschutzoptionen für zusätzliche Nachhaltigkeitsziele zu bewerten. Zum Beispiel: Wie beeinflussen Präferenzen für diese anderen Ziele die Wahl von Klimaschutztechnologien und den Zeitpunkt der Einführung von Klimapolitik? Welche Kombination von Klima-und Umweltpolitikmaßnahmen wären auf welchen Skalen effektiv, um Synergien zu realisieren und Zielkonflikte zu vermeiden?

3. Urbane Systeme und Agglomerationsprozesse

Dieser Arbeitsbereich versucht, die Forschungslücke zwischen globaler und fallstudienbasierter Stadtforschung zu schließen. Zum Beispiel: Können wir globale Archetypen von Städten und städtischer Infrastruktur identifizieren, die einen ähnlichen Metabolismus (Ressourcennutzung, Abfall, Emissionen, Energie) teilen? Welche Politikmaßnahmen wären geeignet, um Umweltbelastungen zu reduzieren? Wie beeinflussen der globale Strukturwandel, Agglomerationsprozesse und die Interaktion zwischen Lebensstil und Infrastruktur den urbanen Metabolismus?

 

Aktuelle Publikationen der Arbeitsgruppe

Minx, J. C., Callaghan, M., Lamb, W. F., Garard, J., Edenhofer, O., 2017

Learning about climate change solutions in the IPCC and beyond

Environmental Science & Policy
Typ
Peer Review
Kowarsch, M., Jabbour, J., Flachsland, C., Kok, M.T.J., Watson, Sir R., Haas, P.M., Minx, J.C., Alcamo, J., Garard, J., Riousset, P., Pintér, L., Langford, C., Yamineva, Y., von Stechow, C., O’Reilly, J.; Edenhofer, O. , 2017

A road map for global environmental assessments

Nature Climate Change
Typ
Sonstige
Minx, J.C., 2017

Better data for assessing local climate policies

Environmental Research Letters
Typ
Peer Review