„Die Zeit“-Porträt: Was bewegt ... Ottmar Edenhofer

In einem Porträt beschreibt die Wochenzeitung, warum der MCC-Direktor das Klima mithilfe der Ökonomie retten will.

Foto: Die Zeit

13.11.2015

Die Wochenzeitung „Die Zeit“ widmet sich in einer großen Serie dem „Countdown“ bis zur Weltklimakonferenz COP21 ab Ende November in Paris. Dabei berichtet sie diese Woche in einem ganzseitigen Porträt über den Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), Ottmar Edenhofer, der auch Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist.

Die Zeitung beschreibt in ihrem Wirtschaftsressort: „Ottmar Edenhofer untersucht nicht die Treibhausgase, sondern den Menschen. Er erforscht, wie man mit finanziellen Anreizen ihr Verhalten ändern kann. Wie viel zum Beispiel der Ausstoß von einer Tonne Kohlendioxid kosten müsste, damit der Mensch sich denkt: Es lohnt sich nicht, sie in die Luft zu pusten.“ Der Artikel gibt in der Folge Edenhofers Einschätzung wider, dass für wirksamen Klimaschutz ein Mindestpreis für den Ausstoß von CO2 nötig ist.

In dem Porträt sind Politiker, NGO-Vertreter und Wirtschaftsverbände voll des Lobes über den MCC-Direktor. „Es gibt kaum einen, der nicht meint, dass man mit Edenhofer vortrefflich streiten kann“, schreibt „die Zeit“. „Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium sagt: „Ich finde ihn toll.“ Der Klimaexperte von Greenpeace sagt: „Ein hochverdienter Mann.“ Und der vom Bundesverband der Deutschen Industrie: „Ich bin ein Fan.“ Letzter Versuch: ein Anruf beim Bundesverband der Energiewirtschaft; dort, wo jene Leute sitzen, die einen Ausschlag kriegen müssten beim Gedanken an einen, der CO2 besteuern will. „Er ist ein großer Gewinn in der Klimadebatte“, sagt die Geschäftsführerin, „unideologisch und eloquent, ich schätze ihn sehr.“

Das MCC als zentrale Wirkungsstätte des Klimaökonomen wird detailreich beschrieben. „Edenhofers Institut in Schöneberg ist energieeffizient und CO2-neutral. Männer auf Skateboards rollen über das Gelände, die Firmen, die hier sitzen, heißen Ecoglobe oder Ökotech. In der Küche stehen Soja-Drinks und Alnatura-Riegel, Biokaffee und Yogi-Tee.“

Zum Schluss gibt „Die Zeit“ mit einem Edenhofer-Zitat auch einen Ausblick auf den Klimagipfel in Paris. In dem Artikel sagt er: „2009, auf dem Gipfel in Kopenhagen, war ich entspannt, aber jetzt wird’s mir langsam ein bissl bang.“

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