Paris als Einstieg in der Klimapolitik

Im Interview mit „nano“ auf 3sat erklärt MCC-Forscher Flachsland, wie die COP in Paris zur Koordination nationaler Klimapolitiken beitragen kann.

Foto: 3sat

18.02.2015

Zehn Jahre ist es inzwischen alt, das Kyoto-Protokoll. Was es gebracht hat und welche Lehren daraus für künftige Klimaverhandlungen etwa Ende des Jahres in Paris gezogen werden können, darüber hat Christian Flachsland, Leiter der MCC-Arbeitsgruppe Governance, in einem Interview mit dem Wissenschaftsmagazin „nano“ auf 3sat gesprochen.

„Es besteht die Hoffnung, dass die Staaten nationale Klimapolitiken einführen und zwar alle Länder dieser Welt – auch China, auch Indien. Das wäre wirklich eine Neuerung im Vergleich zu Kyoto“, sagte er. „Dann wird sich die Frage stellen, ob die nationalen Klimapolitiken, die dort auf den Tisch kommen, ausreichen, um das 2-Grad-Ziel zu erreichen.“

Paris habe das Potenzial, dass durch die Koordination solcher Politiken in den Jahren danach das Ambitionsniveau schrittweise erhöht werden könne. „Paris ist nur der Einstieg in die Klimapolitik“, sagte er. „Man sollte also nicht mit dem globalen Ziel anfangen und dann zu den Ländern gehen und zur Implementierung schreiten, sondern jetzt auf der Länderebene ansetzen.“

 

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