Warum das Grüne Paradoxon kein Irrtum ist

MCC-Direktor Edenhofer verteidigt in der FAZ den ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn. Er war scharf angegriffen worden.

30.01.2015

Die gute, grüne Absicht kann zu steigenden Emissionen führen: wenn Effizienzsteigerungen und der Einsatz Erneuerbarer Energien in einigen Ländern dazu führt, dass in anderen Ländern, die keine Klimapolitik betreiben wollen, dafür der Verbrauch von Kohle, Öl und Gas sogar steigt. Hans Werner Sinn hat diesen Effekt das Grüne Paradox genannt.

Der Präsident des ifo-Instituts ist dafür jüngst sehr scharf angegriffen worden. Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate change (MCC) sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), hat den Wissenschaftler nun in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) verteidigt. Er betont, dass eine Klimapolitik, die die Angebotsseite der Öl-, Gas- und Kohleproduzenten außer Acht lässt, blind und ineffektiv sei.

Hans-Werner Sinn habe immer betont, dass er im Klimaproblem eine der großen Herausforderungen der Menschheit sieht, die dringend einer Lösung bedarf. „Seine Kritik mag im Detail manchmal überzogen gewesen sein. Dass die internationale Klimapolitik gerade darum vor dramatischen Herausforderungen steht, weil das Angebot der fossilen Energieträger viel höher ist als der begrenzte Deponieraum der Atmosphäre, haben die jüngsten Berichte des Weltklimarates aber eindrucksvoll gezeigt“, schreibt Edenhofer. „Es bleibt dabei: Das Grüne Paradox ist kein Irrtum, sondern ein Leitfaden für eine illusionslose und zugleich effektive Klimapolitik.“

 

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