Warum Kohle im Boden bleiben muss

Der MCC-Wissenschaftler Michael Jakob erläuterte dem „Guardian“ seinen „Nature“-Kommentar darüber, wie viel Kohle die Welt noch nutzen kann.

08.01.2015

Falls nächsten Dezember tatsächlich ein globales Klimaabkommen geschlossen wird, müsste nicht nur der Großteil der fossilen Energiereserven in der Erde bleiben, sondern auch ein Weg zur Kompensation ihrer Eigentümer gefunden werden. Das sagte Michael Jakob, Researcher am Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) dem “Guardian“. “Wenn Sie die Entwicklungsländer wirklich überzeugen wollen, ihre Kohle im Boden zu lassen, müssen Sie ihnen dafür etwas anbieten und ich glaube nicht, dass die Saudis ihr Öl im Boden lassen, wenn sie nichts dafür bekommen“, sagte er mit Blick sowohl auf Grüne Technologien wie CCS als auch finanzielle Ausgleichszahlungen.

Grundlage für das Gespräch war Jakobs „News & Views“-Artikel mit dem Titel “Unburnable fossil-fuel reserves” im Fachmagazin „Nature“, der eine neue Studie von Christophe McGlade und Paul Ekins im selben Magazin kommentiert. Letztere hatte beschrieben, wie im Fall einer Zwei-Grad-Erwärmungspolitik die globale Verteilung von nicht nutzbaren fossilen Energiereserven aussehen würde.

Die Unsicherheiten beim Einsatz des Verfahrens „Carbon Capture and Storage“ (CCS) betonte Jakob auch im Interview mit dem US-Wissenschaftsblog „Fivethirtyeight“. Obwohl CCS durchaus Potenzial habe, sei die Annahme von großen CO2-Einsparungen durch die Technik ein gefährliches Lotteriespiel. Auch die türkische Zeitung „Yesil Gazete“ berichtete über Jakobs Einschätzung der neuen Studie von McGlade und Ekins.

 

Hier geht es zum Artikel im "Guardian".

Hier geht es zum Artikel in "Fivethirtyeight".

Hier geht es zum Artikel in "Yesil Gazete".

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