Kohleausstieg: Zwischen Bonn und Jamaika

Zum Start der COP23 zeigen die MCC-Gruppenleiter Jan Steckel und Felix Creutzig auf ZEIT ONLINE, wie der Kohleausstieg in Deutschland und global gelingen kann.

Photo: MCC

07.11.2017

In Bonn hat in dieser Woche die Weltklimakonferenz COP 23 begonnen – bei den Sondierungsgesprächen in Berlin ist über die Klimafrage heftiger Streit entbrannt. Zwischen Unionsparteien, FDP und Grünen ist vor allem der Weg zur Erreichung der Klimaziele umstritten. In Deutschland und auf internationaler Ebene wird zu wenig getan, um den nötigen Kohleausstieg voranzutreiben, sagen Jan Steckel und Felix Creutzig vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) bei "ZEIT ONLINE".

In ihrem Gastbeitrag "Deutschland, das gefährliche Vorbild" empfehlen die MCC-Gruppenleiter, die Kohle mit Hilfe von CO2-Preisen Stück für Stück aus dem Markt zu drängen. Obwohl die Kosten für Erneuerbare zuletzt stärker gesunken sind als vermutet und ihr Ausbau schneller vorangeschritten ist, ist die Nutzung der CO2-intensiven Kohle bisher kaum zurückgegangen. Im Gegenteil: Viele Entwicklungs- und Schwellenländer planen, die Kohlekraft sogar noch weiter auszubauen. Diese Länder sollten mit günstigen Krediten für Erneuerbare unterstützt werden, raten die Autoren, da die hohen Kapitalkosten für saubere Energie dort nach wie vor ein großes Hindernis sind.

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