UNFCCC-Generalsekretärin befürwortet CO2-Bepreisung

Bei einer MCC-Diskussion hat UNFCCC-Generalsekretärin Espinosa mit Blick auf die COP23 über mehrere klimapolitische Themen gesprochen.

CO2-Preis Carbon Capture and Storage

Foto: MCC

28.07.2017

Espinosa unterstrich die Bedeutung der CO2-Bepreisung als ein mögliches Instrument, um die Zwei-Grad-Grenze aus dem Paris-Abkommen nicht zu überschreiten. „Der private Sektor verlangt nach einer CO2-Bepreisung. Sie ist ein sehr mächtiges Instrument. Daher gehen wir in diese Richtung", sagte die UNFCCC-Generalsekretärin am Donnerstag bei einer Diskussion am Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC).

Die Generalsekretärin sagte, dass die 154 Länder, die das Paris-Abkommen bereits ratifiziert haben, nunmehr im November bei der COP23 in Bonn konkrete Beiträge leisten müssten. „Bonn muss ein großer Schritt in Richtung Handeln sein", sagte Espinosa bei der Veranstaltung, zu der die Deutsche Gesellschaft für Vereinte Nationen (DGVN) eingeladen hatte. Gerade jetzt, da der Multilateralismus „durch einige infrage gestellt“ werde, sei die Unterstützung durch Länder wie Deutschland umso wichtiger.

Während der Debatte mit dem Publikum, das von der MCC-Generalsekretärin Brigitte Knopf moderiert wurde, betonte Espinosa einen weitere Punkt: Experten seien davon überzeugt, dass die globale Erwärmung nicht unter der Grenze von 2 Grad Celsius bleiben werden, wenn die Technologie des Carbon Capture and Storage (CCS) ausgelassen werde. „Wir müssen über eine Kombination von Anpassung und Minderung sprechen", sagte sie in Bezug auf Technologien für negative Emissionen wie etwa Bioenergie mit Carbon Capture and Storage (BECCS).

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