„Müssen unser Sichtfeld erweitern“

MCC-Direktor Edenhofer kritisiert im Interview mit der „Süddeutschen“ die Fantasielosigkeit der Politik und rät zu einer Reform von Emissionshandel und Energiesteuern.

Foto: Wikimedia

16.11.2017

Deutschland steht mit Blick auf die wachsende Ungleichheit, die ungewisse Zukunft der Arbeit, marode Infrastrukturen und einen erstarkenden Rechtspopulismus vor enormen Herausforderungen – und das im Schatten des Klimawandels. Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), mahnt die Politik zu entschiedenerem Handeln, insbesondere in Energie- und Klimafragen. Wir dürften nicht länger nur „auf Sicht fahren“, warnt der renommierte Klimaökonom in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“.

Im Hinblick auf die langfristigen Herausforderungen sei eine gesellschaftliche Debatte nötig. Was wir brauchen, seien „Landkarten von alternativen Zukunftspfaden“, so Edenhofer. Konkret empfiehlt er der neuen Bundesregierung außerdem, eine Reform des Europäischen Emissionshandels anzustoßen – hier brauche es einen CO2-Mindestpreis – sowie die Neuregelung der deutschen Energiesteuern anzugehen. Der größte Klimakiller Braunkohle wird hierzulande nach wie vor weniger besteuert als etwa Strom oder Gas.

 

Lesen Sie hier das gesamte Interview.

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