Rettet den Emissionshandel – mit einem Preiskorridor

In der „Energy Post“ schreibt MCC-Direktor Edenhofer, dass die von der EU vorgeschlagene Marktstabilitätsreserve (MSR) für eine ETS-Reform unzureichend ist.

Foto: SergeyP/Shutterstock

21.10.2014

In dem Onlinemagazin „Energy Post“ warnt Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) – zusammen mit Brigitte Knopf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung – dass ein Scheitern der Reformen am EU ETS die komplette EU-Klima- und Energiepolitik zugrunde richten kann. Um das EU ETS jedoch zu retten, müssten die EU-Politiker den mutigen Schritt gehen, einen Preiskorridor für CO2-Emissionsrechte einzuführen.

„Die vorgeschlagene MSR löst nicht die Probleme der langfristigen Kosteneffizienz und der Preisunsicherheit. Die MSR ist ein mengenbasiertes Instrument, das auf die Existenz großer Zertifikatsüberschüsse abzielt. Doch das Überangebot verschwindet nicht bis 2030“, schreiben sie. „Aufgrund der Schwierigkeiten beim Aufbau von langfristiger politischer Glaubwürdigkeit, wäre es der beste Ansatz, die Erwartungen der Marktteilnehmer direkt zu regeln. Es wäre daher eine bessere Alternative, eine Preissteuerung hinzuzufügen, die der politischen Einflussnahme Grenzen setzt.“

Eine Kombination der besten Aspekte aus den beiden Systemen – Emissionshandel einerseits und Besteuerung andererseits – könnte demnach durch die Einführung eines Preiskorridors mit einem Minimum und einem Maximum, die mit der Zeit angehoben werden, erreicht werden. „Ein Preiskorridor brächte sofort einen stabilen und ausreichend hohen Zertifikatepreis. Darüber hinaus wäre er ein nützlicher Weg, um die Erwartungen an zukünftige Preise im Einklang mit der CO2-Deckelung durch das ETS zu bewältigen“, argumentieren Edenhofer und Knopf. Die Alternativen zur MSR werden auch ausführlich in dem neuen Positionspapier der Energieplattform Euro-CASE (European Council of Academies of Applied Sciences) behandelt.

 

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