Verringerung der Kohleemissionen in den USA kann neue Arbeitsplätze schaffen

In einem neuen Artikel erklärt ein internationales Forschungsteam, dass der Einsatz von BECCS neue Arbeitsplätze in anderen Sektoren schaffen und den Übergang für Kohlearbeiter weniger abrupt gestalten würde.

Photo: Shutterstock/VyacheslavSvetlichnyy

02.11.2018

01.11.18 Viele Menschen sind besorgt über den potenziellen Verlust von Arbeitsplätzen als Folge des Kohleausstiegs . In einer neuen Studie unter der Leitung von Piera Patrizio, Forscherin am IIASA „Ecosystems Services and Management“ Programm, zeigen Zahlen, dass die Umsetzung von Bioenergie mit CO2-Abscheidung und -Speicherung (BECCS) für die Beschäftigung im US-amerikanischen Kohlebergbau von Vorteil sein kann. Die Beschäftigung von BECCS würde nicht nur 40 000 Arbeitsplätze erhalten, die derzeit im Rahmen der US-Kohleindustrie gehalten werden, sondern bis Mitte dieses Jahrhunderts auch 22 000 neue Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft und im Verkehrssektor schaffen.

BECCS ist eine Technologie, die es erlauben würde, einen Teil des CO2, das bereits in die Atmosphäre ausgestoßen wurde, wieder herauszuholen, indem zusätzliche Biomasse gepflanzt wird und das bei der Umwandlung der Biomasse in Energie entstehende CO2 abgetrennt und unter Tage gespeichert wird.

„Wir haben auch berücksichtigt, dass Biomasse nachhaltig angebaut und geerntet werden muss, damit Bioenergie als CO2-arm eingestuft werden kann und somit negative Emissionen durch den Zusatz von CCS entstehen“, erklärt Sabine Fuss, Leiterin der Arbeitsgruppe „Sustainable Resource Management and Global Change“ am MCC. „Dieser Aspekt wird in Studien über den Einsatz von Bioenergie manchmal vernachlässigt.“

Die Studie verwendet zwar verschiedene Arten von Modellen zur Analyse bestehender Daten, weist aber auch darauf hin, dass die Forscher mit dieser Art von Analyse nur ein begrenztes Bild der zukünftigen Wirtschaft vermitteln können. Ein Schwerpunkt der weiteren Forschung könnte auf den sozio- und makroökonomischen Auswirkungen des Übergangs von fossilen zu erneuerbaren Technologien liegen.

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