Impulse für die Klimakonferenz in Paris

MCC-Generalsekretärin Knopf erklärt im Interview mit „nano“ auf 3sat, welche Schritte in der Klimapolitik für die COP21 hoffen lassen könnten.

Foto: 3sat

19.05.2015

Anlässlich des 6. Petersberger Klimadialogs hat das Wissenschaftsmagazin „nano“ auf 3sat mit der Generalsekretärin des Mercator Research Instituts on Global Commons and Climate Change (MCC), Brigitte Knopf, eine Interview über Klimapolitik geführt. Darin betont sie die Notwendigkeit, dass sich die Staaten auf eine gemeinsame Linie verständigen und ihre nationalen Beiträge in der Klimapolitik vergleichbar machen.

„Politisch muss man sagen, dass wir uns im Moment überhaupt nicht auf dem Weg in eine Zwei-Grad-Welt befinden, sondern in eine Vier-Grad-Welt“, meint Knopf. Zwar sei es durchaus möglich, das Zwei-Grad-Ziel zu akzeptablen Kosten einzuhalten. „Aber es bedeutet eine große technische Herausforderung, möglicherweise sogar mit negativen Emissionen Ende des Jahrhunderts. Das könnte mit anderen Zielkonflikten verbunden sein. Und das wird sehr schwierig werden.“

Gleichwohl verweist die MCC-Generalsekretärin auch auf positive Signale: „Ende letzten Jahres haben die USA und China, die beiden größten Emittenten, die zusammen für etwa 40 Prozent der weltweiten Emissionen zuständig sind, eine Vereinbarung getroffen, wie das mit der Emissionsminderung aussehen kann.“ Auch beim Grünen Klimafonds bewege sich einiges. „Es gibt kleine Anzeichen, dass es mit Paris was werden kann.“

Mit Blick auf Deutschland betont Knopf, dass der Netzausbau eine entscheidende Komponente für die Energiewende sei. „Wenn hier eine Verzögerung eintritt, wird es schwer, dass Deutschland seine selbstgesteckten Klimaziele für das Jahr 2020 einhält.“

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