„Entscheidung für höheren CO2-Preis ist ein mutiger Schritt“

Statement von MCC-Direktor Ottmar Edenhofer zum heutigen Kompromiss von Bund und Ländern beim Klimapaket.

Ottmar Edenhofer: "Sehr wichtig ist der Sozialausgleich." | Foto: MCC

16.12.2019

Bund und Länder haben sich im Vermittlungsausschuss auf eine höhere als bisher geplante Bepreisung des Klimagases CO2 geeinigt. Der Einstiegspreis im Jahr 2021 liegt bei 25 Euro je Tonne CO2 – bisher war ein Einstiegspreis von 10 Euro vorgesehen. 2022 soll der CO2-Preis dann 30 Euro betragen und bis 2025 auf 55 Euro ansteigen. Dazu erklärt Ottmar Edenhofer, Direktor des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK):

„Es ist ein mutiger Schritt, dass Bund und Länder den CO2-Preis anheben – der angepeilte Preispfad könnte den Ausstoß von Treibhausgasen tatsächlich absehbar verringern. Er liegt jetzt in der Nähe dessen, was die Wirtschaftsforschung als ökonomisch wirkungsvoll für das Klimapaket entwickelt hatte. Gerade angesichts des schwachen Ergebnisses beim Weltklimagipfel in Madrid ist es gut, dass Deutschland hier seinen Beitrag zur Klimastabilisierung leisten will. Nur ein substantieller CO2-Preis kann die Kosten des Klimawandels begrenzen und unser Wirtschaftswachstum auf Dauer sichern. Sehr wichtig ist bei der CO2-Bepreisung der Sozialausgleich: Die Einnahmen aus der Bepreisung werden den neuen Plänen nun auch für das Senken der EEG-Umlage eingesetzt werden – davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger, und besonders die Haushalte mit geringem Einkommen.“

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