Edenhofer leitet Lenkungskreis der „Wissenschaftsplattform Klimaschutz“

Gemeinsam mit Sabine Schlacke von der Uni Münster. Das Gremium soll die Bundesregierung beraten und Umsetzung des Klimapakets beobachten.

Wictiges Thema im Blick: Ein neues, hochkarätig besetztes Gremium berät die Regierung zur Klimapolitik. | Foto: Shutterstock/koja979

25.11.2019

Der Lenkungskreis der vor einigen Monaten von der Bundesregierung eingesetzten „Wissenschaftsplattform Klimaschutz“ hat die Juristin Sabine Schlacke von der Universität Münster und den Ökonomen Ottmar Edenhofer als Vorsitzende gewählt. Edenhofer ist Direktor des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) sowie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Die Plattform soll als Stimme der Wissenschaft die Regierung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der deutschen Klimastrategie beraten und zum Erreichen der Klimaziele beitragen. Sie ist unabhängig und kann eigeninitiativ handeln.

Die Wissenschaftsplattform wird auch die Umsetzung des aktuellen Klimapakets genau beobachten und kann jederzeit Vorschläge für Verbesserung machen. Ziel des Pakets ist die sektorenübergreifende Reduktion des Ausstoßes von CO2 – vom Strom über den Verkehr bis hin zu den Gebäuden und der Landwirtschaft. Nur die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen kann, weltweit und in Deutschland, Risiken wie Extremwetterereignisse begrenzen und unser Klima wirksam stabilisieren. Es geht der Wissenschaftsplattform vor allem um die Evaluation von Maßnahmen und Empfehlungen für die Praxis.

Die Mitglieder des Lenkungskreises wurden von Bundesministerium für Umwelt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgewählt und haben eine Amtszeit von drei Jahren. Berufen worden sind neben Schlacke und Edenhofer der Betriebswirtschaftler Timo Busch von der Universität Hamburg mit Schwerpunkt Finanzmärkte; die Soziologin Anita Engels von der Universität Hamburg; der Maschinenbauingenieur Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie; der Ingenieur Felix Matthes, Forschungskoordinator Energie und Klimaschutz des Öko-Instituts Freiburg; die Volkswirtschaftlerin Karen Pittel von der Universität München, Direktorin des Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen des ifo Instituts; sowie der Soziologe Ortwin Renn, Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung / Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam.

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