MCC ist Anlaufpunkt für wissenschaftliche Exzellenz

Stellio Del Campo, Dan Phaneuf, Neal Haddaway: Drei aktuelle Beispiele belegen die Attraktivität des Berliner Klimaforschungsinstituts als Forschungsstandort.

Attraktiver Forschungsstandort: Das MCC auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg. | Foto: MCC

03.12.2019

Der junge französische Ökonom Stellio Del Campo erhält heute eine bemerkenswerte Auszeichnung: den Preis für die beste wirtschaftswissenschaftliche Dissertation unter allen Universitäten der Île-de-France, der Region Paris mit rund zwölf Millionen Einwohnern. Nach der akademischen Ausbildung startete Del Campo kürzlich am Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). In der MCC-Arbeitsgruppe Governance möchte er sein Forschungsfeld, nachhaltige Entwicklung unter Einbeziehung von Ungleichheit, weiter beackern. Bei seiner Arbeit geht es im Kern darum, wie man in einer von der Kluft zwischen Arm und Reich geprägten Welt eine vernünftige Bepreisung – und damit Reduzierung – von Klimagasen erreicht.

Das Beispiel ist nur eines von vielen: Das 2012 gegründete Institut, mit rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus einem Dutzend Ländern und starker Präsenz in renommierten Fachzeitschriften, ist offensichtlich ein Anlaufpunkt für wissenschaftliche Exzellenz. Davon zeugen auch Gastwissenschaftler wie Daniel J. Phaneuf, Wirtschaftsprofessor an der Universität Wisconsin-Madison in den USA, der derzeit für ein ganzes Jahr am MCC ist. Phaneuf ist Präsident der Vereinigung der Umwelt- und Ressourcenökonomen (AERE) und Autor eines bekannten Lehrbuchs für Umweltökonomie. Er hat führende Fachzeitschriften editiert, etwa das Journal of Environmental Economics and Management und das Journal of the Association of Environmental and Resource Economists. Phaneufs Forschung zielt darauf, den Wert von höherer Luft- und Wasserqualität zu beziffern, etwa durch deren Folgen für Gesundheit, Immobilienpreise oder Freizeitverhalten.

Ab April nächsten Jahres verstärkt Neal Haddaway – ein international führender Wissenschaftler in der Forschungssynthese und Senior Research Fellow am Stockholm Environment Institute (SEI) – die MCC-Arbeitsgruppe Angewandte Nachhaltigkeitsforschung, im Rahmen des renommierten Humboldt-Stipendiums. Im Kern geht es hier darum, wie man die rasant wachsende Forschungsliteratur mit Hilfe von Methoden der Datenwissenschaft kartografieren und zusammenführen kann. Dies ist ein wichtiges Zukunftsfeld an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik: Aus einer Vielzahl von Studien belastbare Ergebnisse abzuleiten, ist wichtig sowohl für stringente Politikberatung als auch für Bewertungen etwa durch den Weltklimarat IPCC.

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