Das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) ist eine gemeinsame Gründung der Stiftung Mercator und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Das Institut, das seinen Sitz voraussichtlich auf dem Euref-Gelände in Berlin haben wird, erhält von der Stiftung Mercator eine Förderung von 17 Millionen Euro über einen Zeitraum von acht Jahren. Es wird seine Arbeit im Jahr 2012 aufnehmen. In vier Arbeitsgruppen werden interdisziplinäre Forschungsbeiträge über die Möglichkeiten und Herausforderungen nachhaltigen Wirtschaftswachstums in einer naturräumlich begrenzten Welt erarbeitet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Optionen zur Vermeidung gefährlichen Klimawandels. Mit der Erarbeitung themenspezifischer ‚Assessment Reports‘  will das MCC innovative deliberative Formen des Austauschs zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik etablieren. Dabei wird das Institut eng mit internationalen Partnerinstitutionen kooperieren.


"Die große Herausforderung an die Politik besteht darin, einerseits die Rahmenbedingungen für Wirtschaftswachstum zu gewährleisten und andererseits globale Gemeinschaftsgüter zu erhalten. Forschung und Politikberatung, wie sie in dem neuen "Institut für globale Gemeinschaftsgüter und Klimawandel" unter Leitung von Ottmar Edenhofer zusammengefasst werden, sind eine große Unterstützung in unserem gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel, indem hier wissenschaftlich fundierte Lösungswege für die Politik erforscht und aufbereitet, und dadurch eine neue Art des Austausches zwischen Wissenschaft und Politik initiiert werden." 

 

Dr. Norbert Röttgen, MdB; Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit 

"Ich halte Herrn Edenhofers Ausgangspunkt für überzeugend, dass Wissenschaft in der Demokratie nicht den politischen Streit schlichten kann, sondern die Politik über ein Spektrum gangbarer Wege aufklären sollte. Ich werde die heute angekündigte Umsetzung in die Praxis mit großem Interesse verfolgen und freue mich über den Mut der Stiftung Mercator, diese wichtige Herausforderung anzunehmen."

 

Prof. Dr. Peter Strohschneider,von 2006 bis 2011 Vorsitzender des Wissenschaftsrats

“The mission of MCC is timely. Mapping our options for attaining sustainable growth in a naturally bounded world is key to tackling the two defining challenges of this century: Eradicating world poverty and managing climate change. We do have to find a low-carbon approach to growth and development and as we do we will find that this different way is very attractive and dynamic.”

 

Lord Nicholas Stern, Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment at the London School of Economics and Political Science (LSE)

„The IPCC has demonstrated, in the climate-change context, the immense value of assessment reports that summarize the topical scientific evidence and provide crucial orientation for decision makers. By further advancing and broadening the assessment approach to super-complex issues, the MCC will become an intellectual reference point for the global transition to sustainability.”

 

Prof. Hans-Joachim Schellnhuber, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

“Reconciling economic growth, environmental protection and natural resource scarcities requires careful socio-economic analysis, consideration of critical trade-offs and a new system of international governance. By advancing research in these important fields, MCC will contribute to informing future choices of sensible public policies.”

 

Prof. Carlo Carraro, University Ca' Foscari of Venice