Governance

Die Arbeitsgruppe analysiert Optionen der Governance globaler Gemeinschaftsgüter. Im Fokus stehen die für Klimapolitik relevanten Akteure und Institutionen auf verschiedenen Ebenen (z.B. international, national, subnational). Dabei wird die Wirkung verschiedener Politikinstrumente untersucht und erforscht, wie durch kurzfristig implementierbare Maßnahmen der Einstieg in langfristige Dekarbonisierungspfade ermöglicht werden kann.

 

Teammitglieder

Leitung: Dr. Ulrike Kornek

Stellio Del Campo
Marcel Dorsch
Simon Feindt

 

Forschungsthemen

Im Mittelpunkt der Forschung stehen die institutionellen Voraussetzungen für das Erreichen des 2°C-Ziels. Zentral sind etwa die Fragen: Wie kann das Pariser Abkommen weiterentwickelt werden, um das Ambitionsniveau nationaler Klimapolitiken schrittweise zu steigern? Welche Politikoptionen führen zu ambitionierten Dekarbonisierungspfaden in politischen Mehrebenensystemen? Wie sollten optimale CO2-Preise im Kontext der Social Cost of Carbon ausgestalten werden? Wie können die Interessen verschiedener gesellschaftlicher Akteursgruppen dabei berücksichtigt werden? Die Gruppe untersucht zudem, wie Diskurse in Politik, Forschung und Gesellschaft mit politischen Veränderungsprozessen interagieren. Die Methoden umfassen institutionelle Analysen, analytische und numerische Modellierung, Fallstudien sowie Diskursanalysen.

 

Forschungsprojekte

Auf der internationalen Ebene analysiert das Forschungsteam, wie Transferzahlungen multilateraler Fonds (z.B. Green Climate Fund) ausgestaltet werden können, um die Kooperation innerhalb des Paris-Abkommens zu stärken. Des Weiteren wird untersucht, wie Ungleichheit den Wert der Social Cost of Carbon beeinflusst. Im AHEAD-Projekt etwa werden polit-ökonomische Erfahrungen bei der Einführung ambitionierter Klimapolitik in Deutschland und Kalifornien verglichen. Die Gruppe kooperiert dabei mit Forscherinnen und Forschern von Resources for the Future, der UC Berkeley und des PIK. Ein weiterer Schwerpunkt sind Instrumente zur CO2-Bepreisung. Das Team analysiert insbesondere das Europäische Emissionshandelssystem und mögliche Reformoptionen, wie etwa einen Mindestpreis. Im Kontext des deutsch-australischen START Projekts wird die politische Ökonomie der Energiewende im Mehrebenensystem der Europäischen Union und Deutschlands in dynamischer Perspektive (policy sequencing) untersucht. Auch die langfristige Entwicklung von politischen Diskursen rund um Klima, Kohle und Energie steht im Fokus des Projekts. 

 

Aktuelle Publikationen der Arbeitsgruppe

Edenhofer, O., Flachsland, C., Kalkuhl, M., Knopf, B., Pahle, M., 2019

Bewertung des Klimapakets und nächste Schritte

MCC, PIK
Typ
Arbeitspapiere
Dorsch, M.J., Flachsland, C., Kornek, U., 2019

Building and enhancing climate policy ambition with transfers: allowance allocation and revenue spending in the EU ETS

Environmental Politics
Typ
Peer Review
Edenhofer, O., Flachsland, C., Kalkuhl, M., Knopf, B., Pahle, M., 2019

Optionen für eine CO2-Preisreform

MCC, PIK
Typ
Arbeitspapiere

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