Das MCC ist ein wissenschaftlicher Thinktank

Das MCC (Kontakt-Info hier) verbindet hochrangige wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Analysen mit einem strukturierten Ansatz an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik. Wir liefern lösungsorientierte Handlungsoptionen für Klimapolitik, generell das Bewirtschaften der globalen Gemeinschaftsgüter und damit die Stärkung der vielfältigen Aspekte von „Human Wellbeing“. Nach innen hin stehen wir für eine betriebliche und zwischenmenschliche Kultur der Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung.

Unsere Ziele

Die Klimakrise als eines der größten Probleme der Menschheit ist eingebettet in eine doppelte Herausforderung: Es gilt, die Übernutzung von für die ganze Welt relevanten natürlichen Ressourcen wie Atmosphäre, Land und Wäldern zu vermeiden (globale Gemeinschaftsgüter) – und zugleich die ausreichende Versorgung mit sozialen Gemeinschaftsgütern zu sichern, also mit Infrastruktur etwa für Bildung, Gesundheit und Verkehr. Beides erfordert einen vorausschauenden, internationalen Blick, der Regierungen und Interessenvertretungen oft fehlt. Das MCC hilft als wissenschaftlicher Thinktank, diese Lücke zu schließen. Wir erkunden Lösungen, beraten die Politik und zielen auf die offene (deliberative) Debatte in der Breite der Gesellschaft. Unsere Priorität ist ein fairer Zugang zu natürlichen und sozialen Gemeinschaftsgütern, für heutige wie zukünftige Generationen.

Unser Ausgangspunkt ist dabei die Perspektive "Klima und Wirtschaft“. Wir nehmen simultan zwei inhärent unterschiedliche und bis zu einem gewissen Grad widersprüchliche Aspekte in den Blick: Das Wirtschaftswachstum hat Wohlstand gebracht und viele Menschen aus der Armut geholt, aber eben auch zu einer Übernutzung der globalen Gemeinschaftsgüter geführt und die sozialen Gemeinschaftsgüter nur unzureichend bereitgestellt. Um gegenzusteuern, ist es wichtig, die wirtschaftlichen Triebkräfte zu verstehen, die Mechanismen der Einkommens- und Vermögensverteilung sowie die politische Ökonomie von Ländern und Unternehmen. Es geht um Politik-Optionen, die sowohl die Erderhitzung stoppen als auch den Wohlstand und das menschliche Wohlergehen befördern können.

Unsere Arbeit

Die Basis unserer Arbeit sind begutachtete Publikationen: MCC-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler publizieren mit einer besonders hohen Frequenz in international renommierten Fachzeitschriften, nach diesem Kriterium wurde das MCC im Jahr 2017 in einem Ranking als europaweit leistungsstärkstes Klimaforschungsinstitut relativ zu seiner Größe eingestuft. Ausgehend von hochrangiger Forschung entwickelt das MCC Lösungen zur langfristigen Regulierung (Governance) globaler Gemeinschaftsgüter, speziell zur Lösung der Klimakrise, und diskutiert diese mit der Politik. Der Schwerpunkt liegt nicht auf Alltagspolitik, sondern auf konzeptueller Entwicklung langfristiger politischer Maßnahmen.

Wir richten wir uns an einen breiten Kreis von Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern auf nationaler, europäischer und globaler Ebene sowie an internationale Organisationen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Unsere Forschung ist vor allem ökonomisch ausgerichtet, greift aber auf Fachwissen aus Philosophie, Politik- und anderen Sozialwissenschaften zurück. Sie wendet vielfältige Methoden an, einschließlich empirischer und theoretischer Analysen. Das MCC ist in der Wahl seiner Forschungsthemen und im Bereitstellen seines Fachwissens nicht durch Interessengruppen oder vorfestgelegte Ergebnisse eingeschränkt.

Unsere Ressourcen

Das MCC wurde 2012 von der Stiftung Mercator und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) als gemeinnütziges Unternehmen (gGmbH) gegründet. Die Finanzierung erfolgt derzeit durch eine Grundfinanzierung von jährlich 2,2 Millionen Euro durch die Stiftung Mercator sowie durch projektbezogene Drittmittel-Einnahmen, die sich im Jahr 2020 auf 1,4 Millionen Euro summierten. Die Personalstärke hat sich den Jahren 2018 bis 2020 bei 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit insgesamt 35 Vollzeit-Äquivalenten stabilisiert. Unsere wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Forschung ist in sieben Arbeitsgruppen sowie dem übergreifenden Policy Evaluation Lab organisiert. Die Schnittstelle zur Politik (Politik-Dialog) wird durch eine Policy Unit gestaltet. Wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Zusammenwirken von Forschung und Politik-Dialog sind ausgeprägte Kompetenzen des MCC in den Bereichen Forschungssynthese und Ethik.


Zum Download: Eine Kurzinfo zum MCC bietet dieser Flyer. Ausführliche Informationen bietet unser Bericht für den Experten-Beirat aus dem Jahr 2020 (Englisch, 1,7 MB).