Ottmar Edenhofer: CO2-Preis hilft Soziale Marktwirtschaft zu erneuern

MCC-Direktor ist Mitautor bei einem gemeinsamen Buchprojekt zweier Vordenker der Grünen und der Union. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat das Buch heute vorgestellt.

„Ein spannender Beitrag in einer spannenden Zeit“: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Buchpräsentation. | Foto: KAS/Liebers

10.09.2019

Die derzeit diskutierte umfassende Bepreisung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) kann das Kernstück einer ökologischen Finanzreform werden – und diese ist unverzichtbar, um die Akzeptanz der marktwirtschaftlichen Ordnung in Deutschland zu sichern. Das führen Ottmar Edenhofer und Linus Mattauch in dem Buch „Soziale Marktwirtschaft ökologisch erneuern“ aus. Edenhofer ist Direktor des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), Mattauch war früher Wissenschaftler am MCC und lehrt jetzt an der Universität Oxford in England. Der Sammelband wurde heute von der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer vorgestellt.

Hinter dem gut 300 Seiten starken Buch, das in insgesamt 20 Beiträgen die Weiterentwicklung unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems beleuchtet, steht eine ungewöhnliche Kooperation: Als Herausgeber fungieren Ralf Fücks, Geschäftsführer der Berliner Denkfabrik Zentrum Liberale Moderne und langjähriger Vorstand der Parteistiftung von Bündnis 90/Die Grünen, und Thomas Köhler, Leiter der Hauptabteilung Politik und Beratung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.

Über deren Website kann man das Buch seit heute hier kostenlos bestellen.

Eine mutige Reform des Steuersystems und der Finanzpolitik, so schreiben Edenhofer und Mattauch in ihrem Buch-Beitrag, könne eine dreifache Herausforderung meistern: erstens die Wirtschaft dekarbonisieren, zweitens das Wirtschaftswachstum fördern und drittens die Ungleichheit vermindern und damit demokratische Institutionen stärken. „Eine steuerliche Entlastung der Bürger mit geringen Einkommen durch die Einnahmen aus den CO2-Preisen ist möglich“, betonen die Autoren. „Sie wären dann sogar durch klimapolitische Reformen finanziell bessergestellt.“

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