Gangbare Pfade aufzeigen

Mit der Erstellung eigener wissenschaftlicher Assessment Reports in Kooperation mit internationalen Partnerinstitutionen und gesellschaftlichen Gruppen will das MCC selbst innovative Formate an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft etablieren. Solche MCC Assessment Reports sollen alternative Handlungspfade  für die Governance globaler Gemeinschaftsgüter und die damit zusammenhängenden kritischen Zielkonflikte analysieren.

MCC-Mitarbeiter sind bereits jetzt an einer Vielzahl von Assessment Reports beteiligt. So hat Ottmar Edenhofer als Co-Chair den Teilberichts III des 5. Weltklimaberichts geleitet. Mitgearbeitet haben unter anderem Felix Creutzig, Michael Jakob, Jan Steckel, Christoph von Stechow und Christian Flachsland. Als Autoren schreiben zudem Blanca Fernandez und Felix Creutzig beim Second Assessment Report of the Urban Climate Change Research Network mit. Sie untersuchen, wie sich der Klimaschutz durch Städte auf Gleichheit auswirkt und wollen zum Beispiel der Frage nachgehen, wie sich eine umweltfreundliche Stadtgestaltung auf Mietpreise auswirkt. Im Rahmen der Euro-CASE-Energieplattform wollen MCC-Wissenschaftler in Kooperation mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) Wege für Reformen des europäischen CO2-Zertifikatehandels EU ETS aufzeigen. Sie erforschen die aktuellen Probleme, die zentralen Herausforderungen für seine Zukunft und die Wechselwirkungen mit Politikinstrumenten – etwa durch die Förderung der Erneuerbaren Energien.

Ein weiteres aktuelles Beispiel für die Erstellung eines Assessment Reports mit MCC-Beteiligung ist die Zusammenarbeit mit der „Calderon-Kommission“: Die Global Commission on the Economy and Climate, bei der MCC-Direktor Ottmar Edenhofer in der wissenschaftlichen Beratergruppe tätig ist, hat zum Ziel, die finanziellen Effekte einer Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen aufzuklären. Die MCC-Wissenschaftler verstehen bei all diesen Beispielen ihre Rolle als die von Kartographen: Sie zeigen der Politik die Chancen und Risiken der gangbaren Pfade auf. Navigieren muss jedoch die Politik selbst.

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