MCC hilft kräftig mit im Weltklimarat

Expertentreffen in Schottland bereitet jetzt den wichtigen Sechsten Sachstandsbericht vor – als wissenschaftliche Grundlage für die weiteren weltweiten Klimaschutzverhandlungen.

Aus 65 Ländern: Wissenschaftler vor der Universität Edinburgh. | Foto: IPCC

03.04.2019

Mehr als 180 Autoren aus über 65 Ländern sind diese Woche fünf Tage lang in Edinburgh in Schottland zusammen. Sie starten die Arbeit am nächsten großen wissenschaftlichen Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC: dem sogenannten AR6, der im Juli 2021 erscheinen soll. Dieser Bericht wird eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für die weiteren internationalen Klimaschutz-Verhandlungen sein – und für die Bewertung des Fortschritts im globalen Klimaschutz („global stocktake“) unter der Maßgabe des 2015 beschlossenen Weltklimaabkommens von Paris.

Vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) nehmen Felix Creutzig, Leila Niamir und Jan Minx an dem Treffen Schottland teil. Felix Creutzig, der am MCC die Arbeitgruppe Landnutzung, Infrastruktur und Transport leitet, ist als „Koordinierender Leitautor“ federführend für das Kapitel über Nachfrage, Dienstleistungen und soziale Aspekte des Klimaschutzes. Dieses Kapitel ist zum ersten Mal in einem IPCC-Sachstandsbericht enthalten, es beleuchtet die Nachfrageseite des Klimaproblems wie etwa das individuelle Mobilitäts- und Energienutzungsverhalten. Leila Niamir arbeitet dort als Wissenschaftlerin mit. Jan Minx ist in dem neuen Bericht ein Leitautor des Kapitels über Trends und Treiber der Treibhausgas-Emissionen; er leitet am MCC die Arbeitsgruppe Angewandte Nachhaltigkeitsforschung.

Bereits in den vergangenen Jahren durfte das MCC im Weltklimarat wichtige wissenschaftliche Beiträge leisten. Sein Direktor Ottmar Edenhofer war bei den Arbeiten für den vorigen fünften Sachstandsbericht ein Ko-Vorsitzender. Gruppenleiterin Sabine Fuss wirkte als Leitautorin an dem im vergangenen Oktober veröffentlichten Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel mit.

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