Peter M. Haas über Assessments

Beim Besuch am MCC zeigte Prof. Haas, welche Faktoren wissenschaftliche Assessments erfolgreich machen.

Foto: University of Massachusetts Amherst

06.06.2014

Prof. Peter M. Haas, profilierter Experte für globale Umweltgovernance, internationale Beziehungen und  das Design von Expertengremien hat am 5. Juni das MCC für einen Workshop zu Erfolgsfaktoren globaler Umwelt-Assessments besucht. Der Politikprofessor der University of Massachusetts Amherst erklärte bei seinem Vortrag, dass etwa das Assessment zur Ozonschicht im Gegensatz zu anderen Assessment Formaten sehr erfolgreich gewesen sei. Daraus zog Haas den Schluss, dass es für den Erfolg nicht nur entscheidend sei, die höchsten Wissenschaftsstandards anzulegen und Autoren leistungsabhängig zu bestimmen. Darüber hinaus sollten bei globalen Umwelt-Assessments Wissenschaft und Politik getrennt voneinander sein und es sollte ein ständiger Ausschuss berufen werden statt eines Ad-hoc-Gremiums.

Im zweiten Teil des Workshops präsentierte Martin Kowarsch von der MCC-Arbeitsgruppe Assessments und wissenschaftliche Politikberatung die Analyse der Gruppe über den GEO-5 und weitere globale Umwelt-Assessments. Diese Projekte laufen im Rahmen der MCC-UNEP Kooperation über die Zukunft von Assessments. Kowarsch regte an, dass es bezüglich des Fokus‘ der globalen Umwelt-Assessments Hinweise für einen kürzlichen Paradigmenwechsel weg von den Problemen und hin zu den Lösungen gebe – was er für erstrebenswert hält. Zugleich betonte er jedoch die Herausforderungen für wissenschaftliche Gremien wie etwa angemessene sozialwissenschaftliche Methoden für die Politikanalyse und den schwierigen Umgang mit unterschiedlichen Werturteilen.

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